Donnerstag, 24. April 2008

Feminismus heute ? Tagesschau Chat vom 24.4.

Mt Jana Hensel und Elisabeth Raether, Autorinnen
Herzlich willkommen beim tagesschau-Chat im ARD-Hauptstadtstudio. Die Autorinnen Jana Hensel und Elisabeth Raether sind heute unsere Gäste - sie haben gerade ein stark autobiografisches Buch über die "Neuen deutschen Mädchen" gemeinsam geschrieben und damit auch die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Gleichberechtigung zwischen Ost und West vereint. Frau Hensel, Frau Raether - vielen Dank, dass Sie Zeit für uns haben! Können wir loslegen?
Jana Hensel und Elisabeth Raether: Ja!
Moderatorin: In den neunziger Jahren war "Feminismus" kein Wort, was man gerne anfasste - wieso ist das Thema neuerdings in Ihrer Generation so en vogue?
Jana Hensel: Ja, vielleicht gerade weil man darüber nicht gesprochen hat. Weil junge Frauen lange dachten, das sei kein Thema mehr. Weil die Gesellschaft sich lange Zeit Illusionen gemacht hat und der Meinung war, die Gleichberechtigung sei Realität geworden. Und gerade wir, Elisabeth und ich, erzählen in unserem Buch diesen Desillusionierungsprozess, erzählen aus unserem Leben und erzählen genau die Punkte, wo wir gemerkt haben, dass dieses Thema noch längst nicht abgeschlossen ist.
Moderatorin: Warum?
Jana Hensel: Ich glaube, es gab noch nie eine so selbstbewusste, gut ausgebildete Generation junger Frauen wie heute. Diese Frauen leben im Privaten schon sehr häufig gleichberechtigte Beziehungen mit ihren Männern, stoßen aber in der Öffentlichkeit und im Berufsleben überall auf alte Rollenmuster. Im Berufsleben und der Öffentlichkeit ist diese Gleichberechtigung noch viel stärker eine Utopie, als wir das alle glauben und wahrnehmen.

Den ganzen Text unter:

http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll72.html

Donnerstag, 27. März 2008

WZB Studie für Brigitte

Wie steht es um die Emanzipation? Im Auftrag der BRIGITTE haben das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Sozialforschungsinstitut infas mehr als 1000 Frauen zwischen 17 und 19 und zwischen 27 und 29 befragt - Frauen also, die sich auf den Weg machen in die Ausbildung, ins Studium, in den Beruf, die sich aber auch entscheiden müssen, ob sie eine Familie gründen wollen. Am Dienstag haben BRIGITTE-Chefredakteur Andreas Lebert und die Leiterin der Studie, die Soziologin Jutta Allmendinger, die Ergebnisse in Berlin präsentiert. Wie brisant diese sind, zeigt das Echo in den Medien: Nicht nur die "Welt" und die "Taz" hoben das Thema heute auf ihre Titelseiten, auch die "Tagesthemen" und "Heute" berichteten über die Inhalte der BRIGITTE-Studie.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Die jungen Frauen von heute sind unabhängig, zielstrebig und selbstbewusst. Und sie haben große Ziele: Sie wollen Geld verdienen, aber auch Kinder bekommen. "Die Zeit des Entweder-Oder ist vorbei. Jetzt zählt das Und", fasst Jutta Allmendinger zusammen.

"Arbeitgeber müssen sich auf sie einstellen und ihnen eine neue Balance zwischen Arbeit und Leben ermöglichen", sagt Allmendinger. "Sonst bekommen sie die gut gebildeten Frauen nicht." Die Kernpunkte nennt die Soziologin gleich selbst: flexible Arbeitszeiten, Jobsharing und Kinderbetreuung.
Keine neuen Forderungen? Mag sein. Und doch unterscheiden sich die jungen Frauen von heute von ihren Müttern und Großmüttern. Sie sind besser ausgebildet. Und sie trauen sich mehr zu: Jede vierte Schülerin kann sich vorstellen, später im Job einmal Führungsverantwortung zu übernehmen, und 69 Prozent der Befragten halten Frauen für die besseren Chefs. Das neue Selbstbewusstsein hat nicht nur die gut gebildeten Frauen erfasst, sondern reicht von der Hauptschülerin bis zur Abiturientin. "Ich weiß, dass ich gut bin", sagen 99 Prozent der Befragten von sich.

"Diese Frauen werden die Gesellschaft wachrütteln", sagt die Leiterin der Studie, Jutta Allmendinger.
Auch die Männer werden sich einstellen müssen auf die starken jungen Frauen. Denn deren Wünsche und Sehnsüchte richten sich kaum noch an ihnen aus. "Nett, fürsorglich und gehorsam zu sein - daran glauben sie nicht", so skizziert Allmendinger das Selbstverständnis der "Frauen auf dem Sprung". Zwar ist drei von vier Befragten eine feste Beziehung wichtig - aber nur, wenn der Partner ihnen genug Zeit für sich selbst lässt. Und noch wichtiger als der Mann fürs Leben sind den jungen Frauen finanzielle Unabhängigkeit und eine gute Ausbildung.
Vor den gesellschaftlichen Realitäten verschließen sie jedoch nicht die Augen. Noch immer findet eine große Mehrheit, dass Männer im Job schneller befördert werden, dass es typisch männlich ist, etwas zu riskieren, und dass viele Frauen nicht nein sagen können. Unterkriegen lassen sie sich von diesem Status Quo aber nicht: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Frauen die Männer im Beruf überholt haben", glauben 62 Prozent der Befragten - eine Antwort, die beispielhaft ist für den unerschütterlichen Optimismus der "Frauen auf dem Sprung".
Mehr bei BRIGITTE.de
» Frauen auf dem Sprung? Diskutieren Sie mit!
"Diese Frauen sind damit groß geworden, dass der Sozialstaat bröckelt und Arbeitsplätze immer häufiger nur befristet vergeben werden, Ihre Antwort darauf ist: Das kriege ich irgendwie in den Griff", sagt Jutta Allmendinger. Schon heute bezeichnen sich fast 80 Prozent als zufrieden, 90 Prozent erwarten, dass sie in zehn Jahren zufrieden sein werden. Die jungen Frauen von heute sind sicher: Wir steigen auf, nicht ab.

Mit der Studie "Frauen auf dem Sprung" wird die Tradition der BRIGITTE-Studien fortgesetzt, die sich seit mehr als 30 Jahren mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen. Für die neuste Untersuchung wurden insgesamt 1020 Frauen zwischen 17 und 19 bzw. 27 und 29 Jahren persönlich interviewt. Mehr zu den Ergebnissen lesen Sie in unserer vierteiligen Serie. Teil 1 "Das neue Selbstbewusstsein" in BRIGITTE-Heft 8, ab 26. März am Kiosk.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Veranstaltungstip 9.2.

Samstag, 09. Februar 2008,
10 – 16 Uhr
Open Space zum Thema Frauen + Geld im UCW Berlin – Impulsreferat Juliane Freifrau von Friesen (Berliner Wirtschaftsenatorin a.D.) Frauen verwalten ihre Finanzen eigenständig und nehmen auch ihre Absicherung selbst in die Hand. Frauen können nachweislich mit Geld gut umgehen. Dennoch: Frauen haben noch immer im Durchschnitt ein geringeres Einkommen als Männer, erhalten oft nur wenig Rente: 60 % der Rentnerinnen haben monatlich weniger als 600 Euro Rente und als Unternehmerinnen starten sie meist im Klein- und Kleinstbereich oft in zu engen Märkten und mit allzu bescheidenem Finanzkapital. Was lässt sich tun, um diese Situation zu verbessern? Die aus der Organisationsberatung bekannte, von Harrison Owen in den 80er Jahren entwickelte Open-Space-Methode bietet optimale Möglichkeiten für die Teilnehmerinnen, ihre Anliegen im Zusammenhang mit dem Thema selbst verantwortlich und gemeinschaftlich bearbeiten zu können.Anmeldung bis zum 03.Februar 2008 über die Website: www.orthwein-beratung.deVeranstaltungsort: Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum Charlottenburg-Wilmersdorf UCW Sigmaringer Straße 1,10713 Berlin.

Veranstaltungstip bei der Gründerinnenzentrale 30.1.

Mittwoch, 30. Januar 2008,
18:00 - 20:00 Uhr
Themenabend: "Networking - ein Erfolgskonzept für Gründerinnen"Vortrag und Gespräch mit Martina HaasNetworking ist in aller Munde - zu Recht: Gerade in Zeiten ständiger Veränderungen ist "Vitamin B" ein wesentlicher Faktor für beruflichen wie privaten Erfolg. Martina Haas, Partnerin in der Rechtsanwaltskanzlei Seiler & Haas und Beraterin im professionellen Networking, gibt auf diesem Themenabend einen Überblick der Möglichkeiten, Spielregeln und Mechanismen. Sie bietet konkrete Tipps für die Praxis, das "kleine 1x1" des Networking.Nach ihrem Vortrag steht Frau Haas für Fragen zur Verfügung.Kosten inklusive Getränke: 10 EuroAnmeldung bis zum 29. Januar 2008 erbeten unter: 030 - 44 02 23 45 oder info@gruenderinnenzentrale.deVeranstaltungsort: Gründerinnenzentrale in der WeiberWirtschaftAnklamer Straße 39/4010115 BerlinFon: 030 - 44 02 23 45www.gruenderinnenzentrale.de

Veranstaltungstip beim Unternehmerinnenabend 25.1.

Freitag, 25. Januar 2008,
19:00-22:00 Uhr
Unternehmerinnenabend vor Ort: Wo die Bücher des Lebens entstehen - Besuch beim Verlag Rohnstock-BiografienWarum das Erinnern so wichtig ist, warum immer mehr Menschen ihr Leben zu Papier bringen lassen, warum es auf dem Buchmarkt immer mehr Autobiografien und Biografien gibt und wie die AutorInnen der "Bücher des Lebens" arbeiten, erklärt Katrin Rohnstock, Gründerin und Inhaberin der Firma Rohnstock-Biografien, dem Marktführer auf dem Gebiet der privaten Autobiografien, in einem Vortrag.Veranstaltungsort: Rohnstock-BiografienSchönhauser Allee 12 (Eingang Saarbrücker Straße)10119 Berlin.Weitere Infos und Anmeldung bis zum 19.01.2008 über: www.unternehmerinnenabend.dePreis (brutto): für Mitglieder 18 Euro, für Nicht-Mitglieder 25 Euro